Steve Jobs Schulen in den Niederlanden gestartet

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„Wir wollen unsere SchülerInnen auf die Berufswelt 2030 vorbereiten.“ In den Niederlanden ist ein interessantes Schulprojekt gestartet, bei dem ab sofort ein neues Konzept im Vordergrund steht. Für die Kinder der „Steve JobsSchools“ stehen ab sofort nicht mehr Schulbücher sondern iPads im Mittelpunkt des Schulunterrichts. Auf den ersten Blick ist das der wichtigste Unterschied zu klassischen Schulen. Doch es steckt weitaus mehr Musik in diesem neuen Schulkonzept.

Lehrer vermitteln nicht mehr nur ihr Wissen, sondern betreiben „Talent Coaching“, um die Kinder bestmöglich zu fördern. Dazu wurden unter anderem eigene Apps entwickelt, mit denen der Unterricht qualitativ begleitet wird – beispielsweise zum gemeinsamen Lernen oder auch Informationen zum Stundenplan. Damit erhalten auch Eltern ab sofort einen besseren Überblick über den Unterricht ihrer Kinder.

Es gibt keine Schulklassen mehr, sondern Schulgruppen in zwei unterschiedlichen Altersklassen. Für den sozialen Kontakt und Austausch gibt es weiterhin reguläre Öffnungszeiten. Doch durch die digitale Ausstattung können die SchülerInnen auch unabhängig der Öffnungszeiten miteinander lernen oder an Projekten arbeiten. Die schulischen Leistungen der Kinder werden in einem sechswöchigen Rhythmus beurteilt.

Meine Kritik:

1. Abhängigkeit von Apple. Aktuell kann ich es mir nur damit erklären, dass Apple das „einfachste“ System bietet, um so ein Projekt zu starten. Die Nutzung von freier Software wird wohl erst der nächste „Evolutionsschritt“ sein.

2. Kinder sollen nicht nur die Hardware nutzen. Es wäre optimal, wenn die Kinder nicht nur die Hardware nutzen, sondern auch selbst Software programmieren lernen. Der Vortrag von Ayna Agarwal and Ellora Israni auf der diesjährigen Konferenz DLDwomen13 hat gezeigt, warum Programmieren eben nicht nur etwas für Nerds ist.

Dennoch. An diesem Projekt finde ich drei Punkte spannend:

1. Mut: Endlich traut man sich, nach vereinzelten, zusammenhanglosen Projekten in Schulen „im großen Stil“ zu experimentieren.

2. Erfahrung: Die Initiatoren kommen allesamt aus dem Bildungsbereich.

3. Ehrung: Ich persönlich finde es großartig, im Jahr 2013 Schulen nach Steve Jobs zu benennen. Das können wir bei weiteren digitalen Persönlichkeiten weiterführen: Tim Berners-Lee, Vint Cerf etc.

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